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Samstag, 5. Januar 2019

Denke ich an Berlin, denke ich an Nadine und an rote Handschuhe

Irgendwie war ein Einkauf nach Neujahr keine gute Idee. Zu viele verpeilte und langsame Menschen, die irgendwo in der Gegend im Weg stehen. Im Supermarkt war das ein einziger Slalomlauf, aber ich kam einigermaßen schnell durch die Gänge. Schluss war dann aber, als ich das Einkaufszentrum verlassen wollte. Direkt nach der langsamen Drehtür nach draußen stand ein Rentnerpaar. Hallo? Ist das deren Ernst? Dann merkte ich das sie sich doch bewegen, ich wollte links an ihnen vorbei, ich wollte rechts an ihnen vorbei, aber jedes Mal standen sie mir im Weg. Sie mit Rollator, er ohne Rollator, aber auch schlecht auf den eigenen Beinen. Nicht aufregen, dass ich mich nur noch gefühlt kriechend fortbewegen konnte. Nicht ausmalen, dass mein Bus bestimmt gerade jetzt kommt und ich ihn verpasse. Alte Menschen schubst man nicht und rennt sie auch nicht über den Haufen. Also lief ich sehr langsam hinter ihnen her und schaute auf den Boden. Dann sah ich ihn, einen roten Handschuh auf dem Boden, dieser war ein Zwilling von dem Handschuh auf dem Rollator der alten Dame. Die beiden bogen gerade um die Ecke und ich hob den Handschuh auf und tippte die alte Dame an der Schulter an. "Entschuldigen Sie, ich glaube, das ist ihr Handschuh." Sie drehte ihren Kopf in Zeitlupe zu mir und schaute irritiert. Ich hielt ihr den Handschuh hin und sie nahm ihn dankend an. Endlich! Freier Weg, ich konnte an ihnen vorbeilaufen und zur Bushaltestelle. Dort kam aber kein Bus und so stand ich wartend da und wurde irgendwann von dem Rentnerpaar eingeholt. Da kam der alte Mann mit einem Lächeln zu mir und sagte, dass wenn er bisher an Berlin gedacht hat, dachte er an Autochaos, aber ab sofort würde er an mich denken. Ich war entzückt und meinte danke und das mich das sehr freuen würde und wir lächelten beide um die Wette. Dann kam mein Bus. Die Geschichte finde ich bis heute schön, deswegen wollte ich sie teilen. :-)

Nacht, Laden, Rhythmus, Nachbarin, Lotto und Samstagsschicht

Uh, was für eine Nacht, ich war doch tatsächlich um 7:30 wach, mein Körper scheint sich die Zeit von Donnerstag gemerkt zu haben. Eigentlich heute noch Arbeit in Kreuzberg, aber das ist mir zu viel, nach Arbeit 1 noch in der Dunkelheit nach Kreuzberg fahren. Das heißt aber, dass ich morgen und vielleicht auch übermorgen ran muss. Blöd, aber gut den Laden ausräumen tun wir nur einmal. Gestern sehr ruhig auf Arbeit zwischendurch habe ich sogar gelesen, und zwar nicht im Internet, sondern ein Buch. Mal sehen wie es heute wird, heute jedoch mit Kollegin und Termin für eine Beratung. Noch bin ich im neuen Rhythmus nicht angekommen, alles seltsam derzeit. Weiße Tulpen blühen im Wohnzimmer und das Jobcenter hat noch immer nicht geantwortet. Dachte, die wären da schneller, wenn man ihnen einen neuen Arbeitsvertrag vorlegt. Die eigentlich wortkarge Nachbarin hat gestern wieder gesprochen, es war sogar ein richtiger Smalltalk, ich glaube, es liegt daran, dass ihr Kerl derzeit oder nicht mehr da ist. Der war/ist aber auch ein seltsamer Typ, obwohl er mich immer gegrüßt hat. Mein Unterleib krampft, ich vermute weibliche Freuden. Nix im Lotto gewonnen, obwohl ich mal ein teures Los gekauft habe, also Geldverschwendung. Komme nicht aus dem Knick heute, ich glaube, heute wird es später. Damit mache ich heute vielleicht Unterstunden, aber nicht so schlimm, denn diesen Monat gibt es Sonderveranstaltungen, die Zeit benötigen werden. Ich vermisse derzeit meine Kollegen, als Gesellschaft und für fachlichen Austausch. Ein Freund schreibt tief in der Nacht, nein Weihnachten ist vorbei, ich bin nicht mehr nachts um 2 wach, um mich zu unterhalten. Das zweite Buch von Toni Mahoni ist nicht so toll wie das erste, vielleicht der Grund warum es kein drittes Buch gibt. Ich muss dringend zum Frisör, derzeit sind meine Haare arschlang und die Pflege wird zur Tortur. Auf in den Tag, das habe ich davon, dass ich mit der Samstagsschicht, ursprünglich meine Mutter ärgern wollte.
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