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Nebel, Bauchschmerzen, 1 Euro und Sanierung

Moin, nicht mein Morgen. Ich hätte weiterschlafen können, bin aber trotzdem aufgestanden und schaue jetzt in den nebligen Tag. Ich fühle mich derzeit etwas eingesperrt in meiner Arbeitswoche, ich komme zu nichts, außer Arbeit. Ich hätte aber gern ein Leben, außer Arbeit. Gestern den ganzen Tag keine Bauchschmerzen und auch heute früh nichts. Ich hoffe es bleibt so, die Schmerzen rauben mir sonst wertvolle Kraft. Heute Abend noch ein Bier oder Essen mit einem Freund, erscheint mir gerade anstrengend, aber es wird mir schon guttun. Kann ja nicht sein, dass ich nur virtuell Privatleben habe. Im Laden lief es nicht so gut, nervige Kundinnen, die 1-Euro-Sachen kaufen möchten, aber alles vorher anprobieren. Die Investition von 1 Euro muss ja auch gut überlegt sein.^^Interessenten für den Laden kommen vorbei und würden den Laden gern übernehmen, allerdings zu jetzigen Bedingungen, doch der Vermieter plant eine Sanierung und damit sicher auch eine Mieterhöhung. Noch ein Laden weniger im 36er-Kiez. Weitermachen, lächeln, tapfer durch den Tag, ich kann nicht mehr ist eine Aussage, die derzeit keiner hören will.
bonanzaMARGOT - 24. Nov, 13:30

das sind ja ganz neue töne, dass du ein leben außer der arbeit haben willst. freutest du dich nicht erst vor kurzem darüber, mehr arbeiten zu können, um endlich jobzentrum und arbeitsamt loszuwerden? bei solch geringen stundenverdiensten, wie wir sie haben, ist mehr freizeit kaum drin, wenn man nach abzug von miete und anderen kosten, noch "leben" will.
in meiner gegend werden sicher auch in den nächsten jahren die mieten kräftig steigen. und alles wg. dieser scheiß stadtplaner. der einfache mieter hat da kein mitspracherecht, und die verantwortliche politik schaut pikiert weg. so what. man rasselt von einer abhängigkeit in die nächste, wenn man nicht gerade geld scheissen kann. aber natürlich geht`s uns dabei noch gut. wir sollten den ganzen abzockern und investoren dafür die füße küssen, dass sie uns gerade noch genug lassen... haha! schließlich sind wir ihr kapital. wir sind die kühe, die sie melken.

NBerlin - 24. Nov, 15:20

Ja auch ich möchte ein Leben neben der Arbeit. Ab Januar arbeite ich weniger als jetzt und bekomme dafür mehr Geld. Aktuell habe ich bei meinen Arbeitgeber 15 Stunden und im Laden unbezahlte 16 Stunden plus die Woche. Ab Januar habe ich nur noch 25 Stunden die Woche bei einem Arbeitgeber, der mich auch dafür bezahlt. Denke das wird schon eine Erleichterung bringen, nur noch ein Arbeitgeber, weniger Wochenstunden und volle Bezahlung. Zum Leben bleibt mir auch nicht viel zur Freizeitgestaltung bleiben mir monatlich höchstens 150 Euro, was dann gerade mal 5 Euro am Tag macht um "Spaß" zu haben. Ins Kino kann ich davon nicht und erst Recht nicht zu einem Konzert oder zu anderen kulturellen Angeboten. Das sehe ich anders mit den steigenden Mieten, Immobilien sind mittlerweile zum Spekulationsobjekt geworden, nirgendwo gibt so hohe Rendite wie mit Immobilien. Deswegen wurden so viele Genossenschaften an Aktionäre verkauft und die wollen Gewinne. Diese fortschreitende Privatisierung von Wohnungen ist ein großer Fehler gewesen, denn wohnen ist ein Grundrecht und sollte keine Gewinnquelle sein.
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