Tänzer, Hund, Arbeit und Party
Eigentlich war der Tag gestern ganz gut, allerdings nur bis zum Abend. Der Tänzer kam, erzählte interessante Sachen und kaufte reichlich. Danach wurde die Laune schon schlechter, eine Nachricht, der Hund liegt in der OP und nicht nur das Bein, sondern auch die Hüfte ist kaputt. Weitere Kunden und Stunden vergingen, meine Vertretung für heute kam vorbei und ließ sich nochmal alles erklären. Dann kam mein Vater mit finsterer Miene und erzählte dass der Hund vielleicht stirbt. Tränen flossen und meine Wut wurde unermesslich. Nach Hause, böse Nachricht an den Bruder, mit den Tränen kämpfen im Bus. Später dann die erlösende Nachricht, der Hund ist nach der OP aufgewacht, das Bein wird steif sein und er braucht noch Zeit zur Erholung, aber es gibt wieder Hoffnung auf weitere Jahre mit ihm. Die Kosten sind mehrfach vierstellig, Kosten, die mein Bruder abbezahlen darf. Heute früh gern lange geschlafen, aber der Wecker und ein Arbeitstermin wartet. Fühle mich matschig. Das mit den Berlinpass hat gestern alles prima geklappt, auch wenn der Weg zur Frankfurter Allee ein ganz schöner Umweg war. Jetzt wartet nur noch ein Brief ans Jobcenter. Ich werde dieses Mal allerdings nicht so dumm sein, dem Jobcenter von meiner Stundenerhöhung zu erzählen, bevor ich den Vertrag habe. Die kürzen dann sofort in einer geschätzten Höhe und ich darf es ausbaden. Heute Abend eigentlich Party, aber bin mir nicht sicher, dass wenn ich meinen Hintern schon zu Hause habe, ich gegen 22 Uhr nochmal raus will. Morgen Familienabend, ohne den Hund, dabei finde ich den Hund wichtiger als manchen Menschen. Auf in den Tag, auf das der Hund lebt.
NBerlin - 1. Dez, 09:49