rosenherz - 3. Dez, 00:04
Weihnachten alleine zu hause, das kann deprimierend wirken. Das stimme ich dir zu. Aber auch außerhalb von Weihnachten kann Einsamkeit spürbar werden und schmerzhaft bewusst machen, wir fühlen uns allein oder abgeschnitten. In der Doku von Naom Chomsky wird erwähnt, es ist die Absicht der Reichen und Herrschenden, die Gesellschaft zu entsolidarisieren. Jeder solle sich in ihrem Sinne nur um sich alleine kümmern. Das solle Widerstand gegen die Unterdrückung und Ausbeutung minimieren. Menschen, die am Schicksal anderer Anteil nehmen, Menschen die sich um andere kümmern, sind auch bereit sich gegen Ungerechtigkeit und Ungleichheit zu organisieren, zu wehren und eine andere,gerechtere Welt einzufordern von der Politik. Einsame Menschen haben selten die Kraft übrig, sich politisch zu engagieren. Entsoldarisieren ist eine Form der Reichen und Herrschenden, die Gesellschaft zu kontrollieren und sie zu bloßen Konsumenten machen. Der Maßstab für ein ideales Leben ist in dieser entsoldiarisierten Gesellschaft eine Zweierbeziehung: "Du und dein Fernseher" oder "Du und dein Internet"
NBerlin - 3. Dez, 14:27
Liebe Rosenherz, was für tiefgreifende Gedanken für einen Blogkommentar. Das die Reichen und Mächtigen das wollen, kann ich gut verstehen, klar einzelne Kämpfer sind nicht so stark wie viele Kämpfer. Vielleicht bin ich schon entsolidarisiert, weil ich viele Abende nur mit Internet und Fernsehen verbringe. Aber ich denke es ist bei mir noch eine gesunde Mischung, bei der Arbeit habe ich mit vielen Menschen zu tun und meine Hauptaufgabe bei der Arbeit ist das Beraten, Beistehen und Helfen. Auch besuche ich mindestens 1-2 jährlich Demos, unterschreibe Petitionen, gehe wählen und schreibe mir hier einen Wolf. Ich denke das Internet kann auch für eine Solidarisierung genutzt werden, aber es liegt an uns, ob uns das Internet verbindet oder isoliert.