Meine Freunde leben in Bayern, in der Nähe von Passau. Feuerwehr, THW und viele Freiwillige befreien die Dächer vom Schnee. Das Nachbarhaus meiner Freunde wird von einer alten Frau bewohnt. Deren Dach ist unter der Schneelast teilweise kaputt. Umfallende Bäume sind zur Zeit normal. Zeitweiser Stromausfall ebenfalls. Ohne Strom auch keine funktionierende Heizung oder EHerd. Wer jetzt nicht genügend Vorräte im Haus hat und keine Möglichkeit, auf Holzöfen zu kochen hat, ist arm dran. Essen auf Rädern für die Senioren kann nicht überall ausgeliefert werden, denn etliche Straßen sind nicht befahrbar. Meine Freunde haben zwei alte Nachbarn zu sich in die Gästezimmer geholt. Sie können mit Holz heizen und kochen. Und haben eine Menge eingeweckt. Kühltruhen sind irgendwann, ohne Strom, auch sinnlos.
In solchen Zeiten lernt man wieder umzudenken. Vermutlich kann die Generation, die immer alles griffbereit geliefert bekam, das aber nicht.
Hier bei uns regnet es seit ein paar Tagen. Der Rhein hat in Koblenz noch nicht die Normalhöhe, wie ich gestern sah. Ein guter Meter fehlt wohl noch. Wenn es aber demnächst anfängt zu tauen, müssen die Flussanwohner vermutlich mit Überschwemmungen rechnen.
Ohweia, das sind ja Ausnahmezustände wie im Krieg. Wir in Berlin kriegen davon gar nichts mit. Fällt der Strom aus, bin ich auch im Arsch, denn ich denke sogar für Heizung und Warmwasser ist Strom nötig. Toll was deine Freunde für die alten Menschen machen, so sollten alle handeln. Ich hoffe weitere Naturkatastrophen bleiben euch erspart.
@Widder49
Was du beschreibst mit der Versorgung im Notfall, das bewegt auch mich dazu, trotz moderner Zeit immer noch etwas in Gläser einzukochen und Getrockentes in Gläsern zu bevorraten. Zudem poche ich immer wieder darauf, wenigstens einen Holzofen im Haus stehen zu haben, wo wir kochen können und wo wir uns wärmen können bei Stromausfall.
Ja, Bayern hat es ähnlich erwischt mit dem Schnee, wie den Süden und Westen Österreichs. Hier wie dort, von der Umwelt abgeschnittene Orte und Häuser. Dächer, die abgeschaufelt, oder unter der Schneelast einbrechen. All die Schweireigkeiten udn Umstände, die du von Bayern beschriebst. - Unweit von mir, in der Gegend Hohenberg liegt zwischen 3 und 4 m Schnee, da sind Einfamilienhäuschen in den Bergen bis zur Dachrinnne hinauf zugeschneit. Grad ein schmaler Grat vor der Haustür ist frei, damit die Leute gehen können. Wer da kein Holz im Haus gelagert hat für den Ofen, arm dran mit dem vielen Schneeschaufeln. Manch alte Leute können das nicht mehr bewältigen.
Die Schneeschmelze ist das nachfolgende Problem, das auf uns zukommt! Wenn diese Mengen schmelzen, was da für Wassermassen zustande kommen! Gut, wenn es langsam geht mit dem Tauwetter. Dramatisch, wenn eine rasche Schneeschmelze einsetzt. Aus den Erfahrugnen vergangener Jahre sind in Regionen zahlreich Hochwasserschutzsysteme errrichtet worden. Das betrifft Zubringerflüsse zur Donau, wie auch die Donau selbst, wie in der Wachau oder weiter flussabwärts.
Hochwaserschutz entlang der Donau in Österreich klingt beruhigend. Doch die Folgen: dramatisch! Nach der österreichischen Grenze sind die Ländern ärmer und haben kaum etwas in den Hochwasserschutz investiert. Sobald die Donau mit ihrem Hochwasser Richtung Ungarn und weitere Länder fließt, strömen dort die enormen Wassermassen über die Ufer. So wirkt sich Hochwasser noch viel stäker aus, als wenn bereits zuvor Zubringerflüsse der Donau und die Donau in ihrem Verlauf in Österreich kontrolliert über die Ufer gehen können. - Dafür gab es früher zahlreiche Auen, die im Falle von Hochwasser geflutet wurden. Mit dem Verbauungs- und Trockenlegungswahn entlang der Flüsse sind diese Aulandschaften zumeist verschwunden und mit ihnen die Möglichkeiten der kontrollieren Überflutung von Land. - Praktisch hatte sich das bereits gezeigt in den letzten Jahren: Österreich ist entlang der Donau klimpflich davon gekommen dank des neugebauten Hochwasserschutzes, aber in Ungarn, Rumänien und Bulgarien wurde es zur großflächigen Katastrophe. In den Medien ist darüber kaum berichtet worden. Das Interesse der westeuropäischen Politiker und Medien für osteuropäische Länder und das Schicksal der Menschen dort scheint gering zu sein.
- Ich gehe bei diesen Schneemengen davon aus, wenn es zur raschen Schneeschmelze kommt, wird das Hochwasser nicht nur Österreich beschäftigen.
In solchen Zeiten lernt man wieder umzudenken. Vermutlich kann die Generation, die immer alles griffbereit geliefert bekam, das aber nicht.
Hier bei uns regnet es seit ein paar Tagen. Der Rhein hat in Koblenz noch nicht die Normalhöhe, wie ich gestern sah. Ein guter Meter fehlt wohl noch. Wenn es aber demnächst anfängt zu tauen, müssen die Flussanwohner vermutlich mit Überschwemmungen rechnen.
Was du beschreibst mit der Versorgung im Notfall, das bewegt auch mich dazu, trotz moderner Zeit immer noch etwas in Gläser einzukochen und Getrockentes in Gläsern zu bevorraten. Zudem poche ich immer wieder darauf, wenigstens einen Holzofen im Haus stehen zu haben, wo wir kochen können und wo wir uns wärmen können bei Stromausfall.
Ja, Bayern hat es ähnlich erwischt mit dem Schnee, wie den Süden und Westen Österreichs. Hier wie dort, von der Umwelt abgeschnittene Orte und Häuser. Dächer, die abgeschaufelt, oder unter der Schneelast einbrechen. All die Schweireigkeiten udn Umstände, die du von Bayern beschriebst. - Unweit von mir, in der Gegend Hohenberg liegt zwischen 3 und 4 m Schnee, da sind Einfamilienhäuschen in den Bergen bis zur Dachrinnne hinauf zugeschneit. Grad ein schmaler Grat vor der Haustür ist frei, damit die Leute gehen können. Wer da kein Holz im Haus gelagert hat für den Ofen, arm dran mit dem vielen Schneeschaufeln. Manch alte Leute können das nicht mehr bewältigen.
Die Schneeschmelze ist das nachfolgende Problem, das auf uns zukommt! Wenn diese Mengen schmelzen, was da für Wassermassen zustande kommen! Gut, wenn es langsam geht mit dem Tauwetter. Dramatisch, wenn eine rasche Schneeschmelze einsetzt. Aus den Erfahrugnen vergangener Jahre sind in Regionen zahlreich Hochwasserschutzsysteme errrichtet worden. Das betrifft Zubringerflüsse zur Donau, wie auch die Donau selbst, wie in der Wachau oder weiter flussabwärts.
Hochwaserschutz entlang der Donau in Österreich klingt beruhigend. Doch die Folgen: dramatisch! Nach der österreichischen Grenze sind die Ländern ärmer und haben kaum etwas in den Hochwasserschutz investiert. Sobald die Donau mit ihrem Hochwasser Richtung Ungarn und weitere Länder fließt, strömen dort die enormen Wassermassen über die Ufer. So wirkt sich Hochwasser noch viel stäker aus, als wenn bereits zuvor Zubringerflüsse der Donau und die Donau in ihrem Verlauf in Österreich kontrolliert über die Ufer gehen können. - Dafür gab es früher zahlreiche Auen, die im Falle von Hochwasser geflutet wurden. Mit dem Verbauungs- und Trockenlegungswahn entlang der Flüsse sind diese Aulandschaften zumeist verschwunden und mit ihnen die Möglichkeiten der kontrollieren Überflutung von Land. - Praktisch hatte sich das bereits gezeigt in den letzten Jahren: Österreich ist entlang der Donau klimpflich davon gekommen dank des neugebauten Hochwasserschutzes, aber in Ungarn, Rumänien und Bulgarien wurde es zur großflächigen Katastrophe. In den Medien ist darüber kaum berichtet worden. Das Interesse der westeuropäischen Politiker und Medien für osteuropäische Länder und das Schicksal der Menschen dort scheint gering zu sein.
- Ich gehe bei diesen Schneemengen davon aus, wenn es zur raschen Schneeschmelze kommt, wird das Hochwasser nicht nur Österreich beschäftigen.