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Party Snack, Vertretung, Geschenke, Hund und Termine

Gestern war ok, kurz gearbeitet und dann einkaufen und kochen. Gekocht habe ich eigentlich für meinen Vater, weil der einen Party Snack brauchte, aber er meldete sich nicht mehr. Den ganzen Abend gewartet, aber nichts, gut, dann kommt der Party Snack heute mit zur Familienfeier. Meine Vertretung im Laden scheint einen guten Job gemacht zu haben, zu mindestens die Umsatzzahlen sprechen dafür, wie es im Laden aussieht weiß ich nicht, das werde ich gleich überprüfen. Gestern Abend noch ein Paket bekommen, irgendwie feiere ich gerade Weihnachten für mich, es gab neue Kissenbezüge und neue Kissen und gestern einen Messbecher aus Glas. Jetzt ist aber mal gut mit den Geschenken an mich selber. Für meinen Bruder habe ich auch schon ein Weihnachtsgeschenk, nur leider hat er das gar nicht verdient. Eigentlich sollte er, wegen dem Hund, ne Tracht Prügel kriegen und kein Geschenk. Für den Onkel versuche ich auch ein Geschenk bei Ebay zu ersteigern, aber mal sehen, ob das was wird. Keine Meinung zum Tag grau grüßt es und ich hätte auch im Bett bleiben können. Die beste Freundin zu Weihnachten eingeladen, aber sie wird wahrscheinlich nicht kommen, wie die letzten Jahre, dabei ist Weihnachten allein zu Hause schon deprimierend. Gestern hier gar nicht geputzt, noch nicht mal die Wäsche weggeräumt, keine Ahnung, ob ich morgen dazu Zeit haben werde, denn morgen muss ich zum Psychiater und Zahnarzt. Die Beratungen sind gestern ganz gut gelaufen, ich war zufrieden mit mir selber, eine seltene Sache. Die Kolleginnen waren gestern beide sehr herzlich zu mir, ich hoffe das bleibt so, denn einen Zickenkrieg kann ich nicht gebrauchen. Auf in den Tag, ohne Hund zum Kuscheln, wird seltsam, aber er lebt und bald darf ich wieder sein weiches Fell streicheln.
rosenherz - 3. Dez, 00:04

Weihnachten alleine zu hause, das kann deprimierend wirken. Das stimme ich dir zu. Aber auch außerhalb von Weihnachten kann Einsamkeit spürbar werden und schmerzhaft bewusst machen, wir fühlen uns allein oder abgeschnitten. In der Doku von Naom Chomsky wird erwähnt, es ist die Absicht der Reichen und Herrschenden, die Gesellschaft zu entsolidarisieren. Jeder solle sich in ihrem Sinne nur um sich alleine kümmern. Das solle Widerstand gegen die Unterdrückung und Ausbeutung minimieren. Menschen, die am Schicksal anderer Anteil nehmen, Menschen die sich um andere kümmern, sind auch bereit sich gegen Ungerechtigkeit und Ungleichheit zu organisieren, zu wehren und eine andere,gerechtere Welt einzufordern von der Politik. Einsame Menschen haben selten die Kraft übrig, sich politisch zu engagieren. Entsoldarisieren ist eine Form der Reichen und Herrschenden, die Gesellschaft zu kontrollieren und sie zu bloßen Konsumenten machen. Der Maßstab für ein ideales Leben ist in dieser entsoldiarisierten Gesellschaft eine Zweierbeziehung: "Du und dein Fernseher" oder "Du und dein Internet"

NBerlin - 3. Dez, 14:27

Liebe Rosenherz, was für tiefgreifende Gedanken für einen Blogkommentar. Das die Reichen und Mächtigen das wollen, kann ich gut verstehen, klar einzelne Kämpfer sind nicht so stark wie viele Kämpfer. Vielleicht bin ich schon entsolidarisiert, weil ich viele Abende nur mit Internet und Fernsehen verbringe. Aber ich denke es ist bei mir noch eine gesunde Mischung, bei der Arbeit habe ich mit vielen Menschen zu tun und meine Hauptaufgabe bei der Arbeit ist das Beraten, Beistehen und Helfen. Auch besuche ich mindestens 1-2 jährlich Demos, unterschreibe Petitionen, gehe wählen und schreibe mir hier einen Wolf. Ich denke das Internet kann auch für eine Solidarisierung genutzt werden, aber es liegt an uns, ob uns das Internet verbindet oder isoliert.
widder49 - 3. Dez, 09:38

Wie verantwortungslos von Deinem Bruder.
Dass das deine beste Freundin sein soll, die sich in Notsituationen einen Scheißdreck um dich kümnert, kann ich nicht wirklich verstehen.
Ich bin Weihnachten gewählt allein. Die 500 km lange Fahrt zur Familie ist mir im Weihnachtsverkehr zu stressig. Und 4 kleine Wirbelwinde, Tag und Nacht, dazu allenaselang Verwandtenbesuche. Den Trubel tu ich mir nicht mehr an. Zum Glück haben meine Kinder Verständnis dafür. Stattdessen lad ich mir gute Freunde zum Grünkohlessen ein. Meine Schwester schickt die Norddeutschen Zutaten. Und meine Freunde reisen mit Tupperschüsseln an, damit es keine Reste gibt.
Also wirklich allein bin ich doch nicht.

NBerlin - 3. Dez, 14:16

Ja meine Wut auf ihn ist immer noch groß, besonders weil ihm vorher nochmal gesagt wurde, dass der Hund an Straßen angeleint wird. Meine Freundin war zu Zeiten meiner Psychose für mich da, hat alle meine Freunde mobilisiert, war beim SPD usw. nur das Thema Tod ist bei ihr schwierig, da klappt sie mental und körperlich zusammen. Ich habe es ihr verziehen, denn es macht ja keinen Sinn wenn sie für mich da ist und deswegen im Krankenhaus landet. Also mit Freunden Grünkohl essen hört sich für mich wenig allein an, eher nach einer wirklich schönen Weihnachtsalternative. Ich möchte Weihnachten auch nicht reisen, zum Glück kommt die 600 Kilometer entfernte Verwandtschaft zu uns, das heißt ich werde meine Ruhe haben.
Moonbrother - 3. Dez, 10:24

Ich freue mich auf ein Weihnachten im Kreise der selbstgewählten Familie.

NBerlin - 3. Dez, 14:11

Das sind die besten Familien! Meine Familie ist weniger selbt gewählt, aber ziemlich Patchwork.
widder49 - 3. Dez, 15:55

Ihr trennt Euch abends sicher und schlaft alle im eigenen Bett.
Dann hätte ich auch Spass daran. Ich bin nämlich gern mit meiner Familie zusammen.
Ich müsste da übernachten, hätte ständig auch mit anderen Verwandten zu tun, die kinderlos sind und auf einen Sprung vorbeischauen.
So bleib ich lieber hier allein, ganz allein bin ich ja nicht, und fahre, wenn Ruhe eingekehrt ist.
NBerlin - 3. Dez, 18:53

Richtig genauso wird das für mich ausfallen, feiern im großen Familienkreis in Kreuzberg und danach nach Hause fahren und im eigenen Bett schlafen. Die angereiste Familie schläft dann bei meinen Vater und ich vermute ich werde dann am nächsten Morgen zum Frühstück erwartet. Übernachten mag ich nämlich auch nicht so gern woanders, dann komme ich nämlich gar nicht zur Ruhe.
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