Neues Jahr, Ausfall, Kriegsspiele, Journalisten, sterben und wischen
Guten Morgen, das Erste was ich morgens will ist pinkeln, dicht gefolgt von Kaffee trinken. Das bleibt wohl auch im neuen Jahr so. Heute früh gegen 4 schickte mich mein Internetprovider ins Bett, denn alles fiel aus, Fernsehen, Internet, Telefon. Zum Glück steht heute früh wieder alles parat. Die Irren knallten noch bis 5, besonders der Hinterhof brachte akustische Explosionen, die an Krieg erinnerten. Was wollen die Menschen dem neuen Jahr sagen mit Kriegsspielen zum Neujahr? Aktuell knallt keiner, was für eine Wohltat und es ist auch etwas Sonne zu sehen. Ab heute bin ich ordentliche Angestellte und fühle mich dabei wie eine Verräterin gegenüber meiner Mutter und ihren Laden. Ich weiß nicht, ob sie gerade im Himmel schimpft oder ob sie sich für mich freut. Der Besuch gestern war angenehm, wir quatschten, aßen Kuchen und rauchten zu viel. Beim Silvesteressen merkte ich dann, dass ich studiert habe, denn anders hätte ich den Themen nicht folgen können. Ist nur fraglich, ob sich die ganzen Studienkreditschulden gelohnt haben, um ein paar Journalisten am Silvesterabend folgen zu können. Liebe Menschen grüßten nach Mitternacht, dieses Jahr habe ich nur den Anwesenden und einer handvoll anderer Kontakt zum Neujahr gratuliert. Ruhig ist es hier und der dreckige Fußboden schreit wisch mich. Ich darf leben, die Frage ist nur wie lange noch, denn seit dem Tod meiner Mutter habe ich Angst auch einfach umzufallen und das war es. Gut mein Blutdruck ist unauffällig und ich nehme auch keine hohen Dosen Schmerzmittel und derzeit darf auch einfach keiner aus der Familie sterben. Mal sehen was heute passiert, ich glaube nicht viel, aber ich hoffe der Boden ist heute Abend gewischt.
NBerlin - 1. Jan, 13:23