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Schnee, Haushalt, Freizeit, Nachnamen und Jobcenter

Es schneit, aber es bleibt nichts liegen, da die Straßen nass sind. Seltsam, gestern so früh zu Hause zu sein, was macht man mit einem ganzen Nachmittag allein zu Hause? Gut was im Haushalt gemacht, Wäsche weggeräumt und Wäsche gewaschen und anschließend gekocht. Heute Nacht reichlich geschlafen, es ist verdammt ruhig hier, wenn alle Fenster geschlossen sind. Keine Ahnung, ob die Kollegin heute kommt, oder ob ich allein die Stellung halte. Seit dem 2. Januar keinen freien Tag gehabt, es wird Zeit für Freizeit. Die Menschen die an dem Erbschein arbeiten, blicken nicht durch, wegen den vielen Namen meiner Mutter. Sie hat 4 mal den Nachnamen gewechselt. Jetzt liegt es an uns das zu erklären und nachzuweisen. Aber gut, wir haben es nicht eilig, ich bin nicht so scharf darauf, dass der Erbschein bald ausgestellt wird. Ich habe nämlich noch immer Angst, dass die Einigung mit meinem Vater nicht gelingt. Aber gut, zum jetzigen Zeitpunkt glaube ich nicht, dass mein Vater oder ich uns darum streiten wollen. Grau grüßt der Tag, noch habe ich mich nicht an die 5-Tage-Woche gewöhnt, obwohl auf Arbeit alles gut ist. Das Jobcenter schreibt, dass ich sie wohl bald nicht mehr brauchen werde und verlangen die Gehaltsabrechnung für Januar. Auf in den Tag, die Pflicht ruft.
rosenherz - 11. Jan, 19:45

Schnee und es bleibt nix liegen? In Österreich beklagen wir hingegen große Schneemengen. In manchen Orten liegt soviel von dem Weiß, bis über die Oberkante der Fenster im ersten Stock hinaus. Pisten in Salzburg und der Steiermark berichten von 4 m Schneelage und mehr. Und seit dem Abend (Freitag) stürmt und schneit es wieder.
In den Nachrichten hörte ich um 13 Uhr, in Österreich sind aktuell 121 Straßen gesperrt. Manche Ortschaften unerreichbar, und wegen der stürmischen Wettersituation konnten bis heute vormittag weder Erkundungsflüge, noch Versorgungsflüge gemacht werden. Heute Freitag gab es erstmals ein Schönwetterfenster, wo Hubscharauber losflegen konnten. Laut Meterologieanstalt soll es mit dem Stürmischen und dem anhaltenden Schneefall ab dem Abend weitergehen bis kommenden Mittwoch. - Na gute Nacht. Alleine bis morgen Mittag werden bis zu einem halben Meter Neuschnee erwartet - dazu, zu den bisherigen Schneemassen. Wir in Östereich würden gerne was abgeben für ein weißes Berlin!

NBerlin - 11. Jan, 20:04

Ohweia! Als soviel Schnee wollte ich auch nicht haben. Aber ein Meter Schnee über die gesamte Stadtfläche könnte ich mir schon gefallen lassen. Ich hoffe ihr werdet nicht zu Geiseln des Schnees, was du so schreibst sich so an. Ich hoffe, das hört bald auf bei euch und dass es dir gut geht und du genug zu Essen und zu trinken hast.
widder49 - 13. Jan, 10:59

Meine Freunde leben in Bayern, in der Nähe von Passau. Feuerwehr, THW und viele Freiwillige befreien die Dächer vom Schnee. Das Nachbarhaus meiner Freunde wird von einer alten Frau bewohnt. Deren Dach ist unter der Schneelast teilweise kaputt. Umfallende Bäume sind zur Zeit normal. Zeitweiser Stromausfall ebenfalls. Ohne Strom auch keine funktionierende Heizung oder EHerd. Wer jetzt nicht genügend Vorräte im Haus hat und keine Möglichkeit, auf Holzöfen zu kochen hat, ist arm dran. Essen auf Rädern für die Senioren kann nicht überall ausgeliefert werden, denn etliche Straßen sind nicht befahrbar. Meine Freunde haben zwei alte Nachbarn zu sich in die Gästezimmer geholt. Sie können mit Holz heizen und kochen. Und haben eine Menge eingeweckt. Kühltruhen sind irgendwann, ohne Strom, auch sinnlos.
In solchen Zeiten lernt man wieder umzudenken. Vermutlich kann die Generation, die immer alles griffbereit geliefert bekam, das aber nicht.
Hier bei uns regnet es seit ein paar Tagen. Der Rhein hat in Koblenz noch nicht die Normalhöhe, wie ich gestern sah. Ein guter Meter fehlt wohl noch. Wenn es aber demnächst anfängt zu tauen, müssen die Flussanwohner vermutlich mit Überschwemmungen rechnen.

NBerlin - 13. Jan, 11:54

Ohweia, das sind ja Ausnahmezustände wie im Krieg. Wir in Berlin kriegen davon gar nichts mit. Fällt der Strom aus, bin ich auch im Arsch, denn ich denke sogar für Heizung und Warmwasser ist Strom nötig. Toll was deine Freunde für die alten Menschen machen, so sollten alle handeln. Ich hoffe weitere Naturkatastrophen bleiben euch erspart.
rosenherz - 13. Jan, 15:41

@Widder49
Was du beschreibst mit der Versorgung im Notfall, das bewegt auch mich dazu, trotz moderner Zeit immer noch etwas in Gläser einzukochen und Getrockentes in Gläsern zu bevorraten. Zudem poche ich immer wieder darauf, wenigstens einen Holzofen im Haus stehen zu haben, wo wir kochen können und wo wir uns wärmen können bei Stromausfall.

Ja, Bayern hat es ähnlich erwischt mit dem Schnee, wie den Süden und Westen Österreichs. Hier wie dort, von der Umwelt abgeschnittene Orte und Häuser. Dächer, die abgeschaufelt, oder unter der Schneelast einbrechen. All die Schweireigkeiten udn Umstände, die du von Bayern beschriebst. - Unweit von mir, in der Gegend Hohenberg liegt zwischen 3 und 4 m Schnee, da sind Einfamilienhäuschen in den Bergen bis zur Dachrinnne hinauf zugeschneit. Grad ein schmaler Grat vor der Haustür ist frei, damit die Leute gehen können. Wer da kein Holz im Haus gelagert hat für den Ofen, arm dran mit dem vielen Schneeschaufeln. Manch alte Leute können das nicht mehr bewältigen.

Die Schneeschmelze ist das nachfolgende Problem, das auf uns zukommt! Wenn diese Mengen schmelzen, was da für Wassermassen zustande kommen! Gut, wenn es langsam geht mit dem Tauwetter. Dramatisch, wenn eine rasche Schneeschmelze einsetzt. Aus den Erfahrugnen vergangener Jahre sind in Regionen zahlreich Hochwasserschutzsysteme errrichtet worden. Das betrifft Zubringerflüsse zur Donau, wie auch die Donau selbst, wie in der Wachau oder weiter flussabwärts.

Hochwaserschutz entlang der Donau in Österreich klingt beruhigend. Doch die Folgen: dramatisch! Nach der österreichischen Grenze sind die Ländern ärmer und haben kaum etwas in den Hochwasserschutz investiert. Sobald die Donau mit ihrem Hochwasser Richtung Ungarn und weitere Länder fließt, strömen dort die enormen Wassermassen über die Ufer. So wirkt sich Hochwasser noch viel stäker aus, als wenn bereits zuvor Zubringerflüsse der Donau und die Donau in ihrem Verlauf in Österreich kontrolliert über die Ufer gehen können. - Dafür gab es früher zahlreiche Auen, die im Falle von Hochwasser geflutet wurden. Mit dem Verbauungs- und Trockenlegungswahn entlang der Flüsse sind diese Aulandschaften zumeist verschwunden und mit ihnen die Möglichkeiten der kontrollieren Überflutung von Land. - Praktisch hatte sich das bereits gezeigt in den letzten Jahren: Österreich ist entlang der Donau klimpflich davon gekommen dank des neugebauten Hochwasserschutzes, aber in Ungarn, Rumänien und Bulgarien wurde es zur großflächigen Katastrophe. In den Medien ist darüber kaum berichtet worden. Das Interesse der westeuropäischen Politiker und Medien für osteuropäische Länder und das Schicksal der Menschen dort scheint gering zu sein.

- Ich gehe bei diesen Schneemengen davon aus, wenn es zur raschen Schneeschmelze kommt, wird das Hochwasser nicht nur Österreich beschäftigen.
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